5. Kreative Menschen legen los und halten durch
Kreative Menschen träumen gerne. Aber sie haben auch einen Drang, ihre Ideen real werden zu lassen. Dazu müssen sie anfangen. Für viele ist das die Hürde: Ideen aus dem geschützten Raum der Fantasie raus in die begrenzte Welt der Realität zu schicken. Schaffe ich das? Dazu muss ich noch so viel lernen. Das haben doch schon andere viel besser gemacht… Kreative Menschen gehen jetzt einfach los. Vielleicht erst zögerlich, aber sie können nicht beim Träumen bleiben. Sie finden Strategien, wie sie Projekte durchziehen können. Gerade bei Langzeitprojekten wie dem Schreiben eines Buches oder dem Starten einer Geschäftsidee. Bei Ideen, die intrinsisch motiviert sind, haben kreative Menschen die Fähigkeit ihre Motivation immer wieder zu aktivieren. Die Faszination zu behalten braucht neue Sichtweisen, die durch Neugier und Träumen genährt werden.
So förderst du dein Dranbleiben: tauche immer wieder ein in deine Idee, in deine Vision. Hol dir Inspiration. Sie hilft dir loszulegen und dranzubleiben. Wenn du nicht ins Anfangen kommst, dann schau genau hin: WARUM fängst du nicht an? Was hält dich zurück? Fehlt dir Klarheit oder hast du Zweifel? Prokrastinieren und Aufschieben ist nur ein Symptom für eine kreative Blockade.
6. Kreative Menschen haben eine Routine – ein Workout für Ideen
Kreative Menschen werden häufig als chaotische Menschen bezeichnet. Tatsächlich arbeiten sie in ihrer persönlichen Routine sehr diszipliniert und strukturiert. Eine eigene Routine als Schutz vor Prokrastination (Aufschieberitis), Frustration und zu vielen Ideen. Sie macht es kreativen Menschen möglich, vom phantasieren ins Machen zu wechseln. Denn Ideen haben ist das eine, sie auch umzusetzen ist was ganz anderes.
So förderst du deine eigene kreative Routine:
1. Finde einen Raum in dir, deinen „inneren kreativen Arbeitsraum„. Er ermöglicht dir Fokus, Klarheit und Stärke.
2. Schütze und beobachte deinen physischen Arbeitsraum und etabliere Techniken, die zu dir und deinem „Handwerk“ passen: Journaling, Check-Listen und Arbeitsabläufe.
7. Kreative Menschen wollen wählen können
Viele kreative Menschen haben oft einen Drang nach Entfaltung. Starre Regeln, strukturierte und von außen reglementierte Vorgehensweisen sind nicht gerade die bevorzugten Arbeitsfelder von kreativen Menschen. Das heißt aber noch lange nicht, dass deshalb alle Künstler, freie Autoren und Musiker sein müssen. Es geht vielmehr darum, dass kreative Menschen die Freiheit brauchen, Wege selbst wählen zu können. Damit meine ich, Arbeitsabläufe selbst gestalten zu können und vor allem selbstbestimmt und selbstmotiviert arbeiten zu können.
8. Kreative Menschen sind positiv und experimentierfreudig
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Kreative Menschen sind experimentierfreudig und bejahen die Vielfalt. Sie probieren gerne aus, auch wenn sie nicht wissen, ob sie erfolgreich sein werden. Kreative Menschen fürchten das Scheitern sicherlich genauso wie andere, aber sie nehmen Sackgassen eher in Kauf, bzw. machen Umwege zu Errungenschaften. In der Psychologie wird diese Eigenschaft „Selbstwirksamkeit“ genannt. Kreativen Menschen fällt es häufig leichter, nach einem „Fall“ wieder aufzustehen und gar aus dem Sturz etwas Neues zu machen. Start-ups, Erfinder und Forscher würden ohne Risikobereitschaft nicht vom Fleck kommen.
So förderst du dein positives Mindset und deine Experimentierfreude: sei ergebnisoffen und schätze den Umweg. Je mehr du im Jetzt siehtst, was sich dir bietet, desto einfacher kannst du annehmen, was sich dir bietet und das Positive sehen und damit Neues ausprobieren. Im Morning Flow Club am 16. Nov. 2020 ging es genau darum „Schätze den Umweg“.
9. Kreative Menschen sehen Inspiration und brauchen einen Sinn
Mit der Inspiration ist es so eine Sache: Sie will gesehen, aber nicht gezwungen werden. Kreative Menschen finden Inspiration überall und auf ganz unterschiedliche Arten. Auch hier ist die Neugier im Spiel. Inspiration findet dann statt, wenn wir entspannt und gleichzeitig hellwach sind. Gezielte Tagträume sind die Geheimwaffen von kreativen Menschen. Paradoxerweise sagen viele kreative Menschen aber auch, dass sie Druck brauchen, um zu Höchstform aufzulaufen. Ich bin jedoch nicht der Meinung, dass es um den Druck geht, sondern um den Sinn bzw. den Zweck.
10. Kreative Menschen haben keine Angst vor anders und allein sein
Kreative Menschen sind immer exzentrisch? Stimmt nicht. Aber kreative Menschen sind häufig gerne anders und heben sich von anderen ab. Sie zeigen es zwar nicht immer gerne. Was aber nicht heißt, dass sie nicht zu ihrem Anders-Sein gerne stehen. Viele kreative Menschen sind auch gerne mal alleine. Den eigenen Gedanken nachhören, träumen und Ideen entwickeln. Auch das heißt nicht, dass kreative Menschen generell Einsiedler oder keine Teamplayer sind. Die Mischung macht es. Ein Sturm braucht auch Ruhe, um sich wieder zu sammeln.